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Biographie Walter Egon Glöckel - Marathon 1993
Mit der Startnummer 429 bestritt Glöckel im Jahre 1993 den Donaumarathon Bratislava - Hainburg - Bratislava. Hier eine Photographie, die unmittelbar nach dem Wendepunkt in Hainburg a.d. Donau aufgenommen wurde. Der für Marathonläufer bekannte kritische Punkt, der in etwa zwischen Kilometer 30-34 kommt, war hier noch nicht erreicht - aber er kam dann auf der langen Geraden in Richtung Wolfsthal. Unvergeßlich blieb dem Journalisten die Begegnung die dann erfolgte: Ein ihm persönlich bekannter Mitstreiter, der bereits selbst aufgegeben hatte, wollte ihn bei der Labestation am Ortsende von Wolfsthal ebenfalls dazu bewegen den Wettkampf frühzeitig zu beenden. "Das hat ja keinen Sinn, gib auf", waren dessen Worte. Angesichts des eigenen innerlichen Kampfes zwischen Weiterlaufen und Aufgeben ein nicht gerade erbaulicher Vorgang, der aus der Sicht Glöckels nichts anderes als Motiv hatte, als das eigene Scheitern zu übertünchen. Glöckel wechselte dann zwischen Laufen und Gehen und noch vor der Staatsgrenze setzte er in durchgehend laufender Form den Marathonlauf fort. Auch unvergeßlich für ihn der Moment als die Staatsgrenze passiert wurde, befand sich doch in Kopfhöhe die Flagge des Heimatlandes, die er dann mit der Hand berührte. Das war offensichtlich der Zeitpunkt an dem die kritische Phase endgültig überwunden war, denn im erhöhten Tempo lief er quer durch die Hauptstadt der Slowakei bis zum Ziel im Sportstadium. Nach 4h 43' war das Ziel erreicht - eine Zeit, die fernab vom guten Durchschnitt eines Marathonläufers liegt, die etwa bei 3h 30' liegt, aber keine Minute des Erlebnisses möchte er missen. Glöckels Resümee: "Einen Marathon muß man gelaufen haben um zu wissen, was es bedeutet sich zu überwinden - wer noch keinen bestritten hat, der sollte über diesen Wettkampfsport besser kein Wort verlieren, denn er weiß nicht worüber er spricht." _____
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