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Premiere (T)Raumschiff Surprise Periode 1

Michael Herbig

Premiere am 19.7.2004 in MünchenNach dem durchschlagenden Erfolg des Streifens „Der Schuh des Manitu“ im Jahre 2001 hat Michael HERBIG, genannt "Bully" seinen dritten Film als Persiflage auf zahlreiche Blockbuster mit dem Titel "(T)Raumschiff Surprise Periode 1" bei der österreichischen Premiere am 21.7.04 in Wien vorgestellt. Die Deutschlandpremiere erfolgte bereits am 19.7. in München. (siehe Photo rechts)

Das futuristische Fantasy-Spektakel, in dem die Menschheit bereits auf dem Mars heimisch geworden ist, beinhaltet eine Zeitreise in die Vergangenheit, um die Zerstörung der Erde durch eine geplante Invasion zu verhindern.

Gegenüber des zu Kultstatus aufgestiegenen "Schuh des Manitu", bei dem auch schon einmal Besucher mit einem eigens mitgebrachten Fläschchen Prosecco in den Kinosälen anzutreffen waren und in synchron Manier ganze Textpassagen laut mitsprachen, war allein die Figur des "Winnetouch" ein tuntiger Homesexueller, der mit Witz, Charme und Charisma das Publikum begeisterte. Bei (T)Raumschiff Surprise Periode 1 kommt es jedoch zu einer Überzeichnung durch die Darstellung aller drei Hauptfiguren als Tunten. So vermag der Film, zugestandenermaßen mit netten und amüsanten Floskeln versehen, nicht mehr der Thematik der Homosexualität gerecht zu werden. Er gleitet ab, überzeichnet und driftet in Lächerlichkeit ab, es war zuviel des vielleicht Gut gemeinten. Erst ab dem Zeitpunkt wo Til Schweiger in der Figur des "Rock" ins Spiel kommt, erfolgt eine Richtungsänderung. Eine wirkliche Überraschung der Gestaltung der Komödie war jedoch die Kamera von Stephan SCHUH, der Schnitt von Alexander DITTNER und die Visual Effects von CA SCANLINE. Ihre Arbeit bei dem Film sind mit Sicherheit ein Aspekt, der eine wesentliche Bereicherung wie auch die Annahme durch das Publikum mitbegründen kann. Til Schweiger in seiner schauspielerischen Art stellt einen gewichtigen Gegenpol zu den Hauptakteuren Rick Kavanian, Christian Tramitz und Michael Herbig dar, den der Film auch braucht, um erfolgreich zu sein.

Rick Kavanian

Bei unserem Interview mit Christian Tramitz, der Käpt´n Kork spielt, fragten wir, was der Beweggrund war, Til Schweiger mit in den Film zu nehmen. Tramitz: „Wir brauchten einfach einen Helden, wir brauchten einen ganz klaren Helden. Wen soll man in Deutschland nehmen? Prädestinierter als Til Schweiger - man kann ja fast keinen Helden finden, der sieht gut aus, ist sportlich, auf den fliegen die Frauen, was Besseres kann man sich gar nicht wünschen.“

Was uns auffiel, ist die breitgefächerte Kooperation mit dem Fast-Food Konzern Mc Donald´s, wie auch deren cineastische Integration und angesichts der öffentlichen Filmförderungen durch FilmFernsehFonds Bayern und FFA Filmförderungsanstalt stellt sich die Frage, ob dies angebracht gewesen ist.

Christian Tramitz

Wir beurteilen diesen Film mit der Bewertung: FilmbewertungFilmbewertungFilmbewertung Passabel

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