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Dominic HEINZL - das zweite Gesicht

Dominic Heinzl um 19:53 Uhr nach seinem Eklat bei der Tagesordnung

(Österreich/Wien) In der Regel gibt es unterschiedlichste Vorgänge im journalistischer Berufsalltag, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Dies betrifft auch Abläufe von Veranstaltungen, wie beispielsweise rund um den sogenannten "Roten Teppich", der Premierenfeier eines neuen Kinostreifens, bei dem sich die prominenten Schauspieler einfinden, um den Start ihres neuen Filmes mediengerecht aufzubereiten. Unterschiedlich werden solche gesellschaftlichen Ereignisse durch die Filmverleiher konzipiert und administriert. Bei (T)Raumschiff Surprise Periode 1 war es der erste Rote Teppich, den unser Chefredakteur in Österreich besuchte, um von dort zu reportieren. Im Gegensatz zu Deutschland, war schon als Positivum festzustellen, daß die Constantin-Film, vertreten durch deren Mitarbeiterin Birgit Kadlac, einen eigens gefertigten Plan hatte, der jedem für diese Veranstaltung akkreditiertem Medium seinen eigenen Arbeitsbereich zuwies. So stand ein Photograph linksseitig und rechts von unserem Vertreter ein Produktionsteam für puls.tv. Bei den besuchten gleichartigen Premierenfeierlichkeiten in München, herrschten doch vorwiegend chaotische Zustände, wenn es darum geht, daß jeder Pressevertreter seine Bilder in den Kasten bekommt. Rempeleien und Ellbogentaktik sind bedauerlicher Weise fixer Bestandteil im Medienrummel. Zuvor sich untereinander kollegial unterhaltende Angehörige der Pressezunft werden zu Kontrahenten im Kampf um die besten Plätze und Bilder. Da gibt es schon einmal Wortgefechte und je nach Bekanntheitsgrad der Medienangehörigen bzw. der von ihnen vertretenen Medien erfolgen auch schon einmal Wertigkeitsabstufungen.

Wien war wieder einmal anders, ein Plan mit kleinem aber doch räumlichen Spielraum, gewährleistete, nicht wie Sardinen aneinander gepreßt an den Absperrgittern des Pressebereiches stehen und verharren zu müssen. Auch das Verlassen des eigenen Platzes räumte Beweglichkeit für Interviews im Außenbereich ein - denn der Platz war fix zugewiesen. Diese Administration kann als vorbildlich bezeichnet werden. Für den neuen Streifen von Michael Bully Herbig war das Eintreffen der Pressevertreter für 18 Uhr durch die Constantin Film Pressebetreuung vorgegeben, 19:15 das Eintreffen der Hauptdarsteller.

Dominic Heinzl wurde zeitgleich mit dieser Person um 18:55 Uhr am Roten Teppich gesichtetUm 18:55 Uhr wurde für unseren Mitarbeiter erstmalig außerhalb des Pressebereiches das Antlitz eines blonden Mannes, mittleren Alters mit muscle shirt gleichzeitig mit einer offensichtlich für die Filmpremiere extra gestylten Person ersichtlich. Kurz darauf kam es dann zu folgender Begebenheit:

Ein Kameramann zwängte sich zwischen das Produktionsteam für puls.tv und unserem Mitarbeiter, und nachdem die Dränglerei und das seitliche Wegdrücken unseres Mitarbeiters nicht durch dessen Nachgeben honoriert wurde, sondern der Hinweis folgte, daß für jedes Medium seitens der Constantin Film ein eigener Arbeitsbereich eingeteilt ist und mit Sicherheit auch für das aus dem besagten Kameramann mit der Aufschrift ATV+ und den begleitenden blonden Moderator mit muscle shirt, kam eine überraschende Antwort: "Mach Deine paar Bilder wenn die kommen und dann stellen wir uns hier auf". Etwas erstaunt über diese im Befehlston gegebene Anweisung, folgte die Antwort, daß der Platz mit Sicherheit nicht aufgegeben werden würde und die Empfehlung an den Moderator, bei der zuständigen Constantin Film Vertreterin seinen ihm zugewiesenen Platz zu erfragen. Der Mann machte kehrt, die Kollegin rechts, die für puls.tv produziert, wandte sich um und sagte: "Laß Dir nichts gefallen." und auch selbst dessen Kameramann war um Beschwichtigung bemüht - er kam jedoch mit Frau Kadlac zurück. Während diese die Frage stellte, was denn hier los sei und nachdem ihr unsererseits der Sachverhalt kurz geschildert wurde, antwortete sie, daß die Angelegenheit ihr ganz anders dargestellt wurde. Dann kam es zum Eklat. Der blonde Moderator für ATV+ wurde ausfällig, was unseren Mitarbeiter veranlaßte, ihn darauf hinzuweisen, daß das "Du"-Wort unter diesen Umständen wohl nicht angebracht sei. Darauf ein Zornausbruch, der seinesgleichen erst einmal finden muß, er packt mit festen Griff die linke Hand, reißt unseren Chefredakteur am Arm und flüstert ihm ins Ohr: "Dann halt so - gehen Sie scheißen".

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